20.04.07

Ich schreib mal, wer da alles daneben [my]hämmert...

Okay, nachdem mich ab und an eine anonyme Mail - offensichtlich eines myHammer *Mitbieters* ohne Antwortmöglichkeit erreichte, um mich unter der Gürtellinie anzumachen, habe ich dazu als *globale Emailantwort* auch im myHammer-Profil vorübergehend Stellung dazu genommen.

Ich bat myHammer das zu respektieren und zumindest für die Profilbesucher eine Weile stehen zu lassen, um meinen martialischen Gerechtigkeitssinn kund zu tun...

Wer myHammer nicht nur mal so kennt, sondern auch seine Auftrag-Nehmerqualitäten anbietet, kennt sicher die Möglichkeit, zu Ausschreibungstexten – die desöfteren eher an frustierte in die Tastatur gehackte Sklavenauftragsarbeiten erinnern – Anfragen oder Kommentare abzugeben.

Einigen bundesdeutschen Schwarzwollschafen scheinen meine sarkastischen "Aufreger" in den persönlichen Schlund geraten sein, wie eben im aktuellen Fall - ich nenne keine Namen - wie auch ... hmm Liebe anonyme Mailschreiber! Noch haben wir in Old Germany Meinungsfreiheit, auch wenn man es nicht glaubt und ich verstoße auch nicht gegen myHammer - Grundsätze, wenn ich diese Kommentar-Möglichkeiten in krassen Fällen ausmotze, indem ich mit spitzer Zunge, aber unpersönlich raegiere!

Ich denke auch nicht, dass sich RICHTIGE Hammer-Kollegen angesprochen fühlen, wenn ich auf irrwitzige Gebote offensichtlicher FreizeitBastler und tagsüber wegpennender nachtaktiver Schüler und Studenten allergisch reagiere, die zum Großteil über Edonkey Ihre "Test"Software regelmäßig gratis aktualisieren und daher natürlich genügend Kostenspielraum haben, mit absolut haltlosem Dumping die eh schon angeschlagene Marktwirtschaft in die Jäger- und Sammlerzeit zurück zu *hammern*!

Egal ob bei AN oder AG - entsprechend reagiere ich, weil ich beiden Lagern in ganz krassen Fällen zum (Verbraucher/Anbieter)Schutz einfach die Augen öffnen möchte!

Und eher spreche ich den meisten meiner professionellen Gilde sicher aus dem Unternehmerherzen! Die Seriosität (m)einer Firma mache ich nicht daran fest, zu allem und jedem mein Ja und Amen auszudrücken oder darüber weg zu sehen, wie Dienst- und -Leistung zur Gratis-Ist-Noch-Zu-Teuer - Spendenwirtschaft bzw. zur Geil ist, wer unverschämt geizig ist - Mentalität verkommt.

Soll Deutschland noch mehr zur Service-Sahara vertrocknen! Das muss und darf nicht sein! Serios als Firma oder Gewerbetreibender auftreten fängt für mich nicht nur damit an, mit einem Benutzernamen aufzutreten, der meine Firma nachvollziehbar macht, sondern auch Stellung bezieht, vertritt und wirtschaftlichen Blödsinn bei Geboten oder Aufträgen anspricht!

Bei "Dienstleistern" UND "Auftraggebern", welche 1000%ig fantastische Accountnamen *desseinen*, notorische Falschschreibung als Haupt"Geschäftsfeld" betreiben und z.T. nicht einmal im Web oder Telefonbuch eine Adresse haben, sich aber zu Hauf mit Preisen oder Aufträgen weit ab jeder wirtschaftlicher Vernunft anbiedern, sträuben sich mir immer öfter die leider auch dadurch schneller grau werdenden Nackenhaare!

Dagegen wehre ich mich nicht mit Meckerphrasen am Stammtisch bei mir um die Ecke, sondern dort, wo es hingehört und mit den erlaubten Mitteln - meines scharfen, aber nicht persönlich angreifenden oder verletzenden Wortschatzes. Genau das nennt man Charakter zeigen (als Teil meiner Lebens- und Firmenphilosophie), weil gerade darauf mich jemand - natürlich anonym - wegen eines spitzfindigen Forumsbeitrages als charakterlos bezeichnet hat.

Wer sich als getroffen fühlt und zu *bellen*anfängt, darf das auch gerne tun - das ist auch beabsichtigt, um zum Nachdenken anzuregen, soweit das benötigte Kleinhirn auch vorhanden ist... Leider fehlt den anonymen Mailern nicht nur das Hirn sondern genau der nötige Charakter, eine gültige Antwortadresse zu verwenden - brrr das könnte eventuell ein gerichtliches Feedback geben... Gern bin ich zu hitzigen Diskusionen bereit – sehr gern sogar!.


Ich habe auch MyHammer aufgerufen, eine separate Diskussionsplattform zu eröffnen, um ÖFFENTLICH über das Für und Wider von Auktionsplattformen bzw. über den gestörten Markt diskutieren zu können! Ich denke, dass ist längst überfällig und sicher auch von allgemeinem Interesse!

Das Potenzial ist vorhanden, lasst uns gemeinsam diese tolle Plattform qualitativ, preis- und leistungstechnisch fairer und effektiver gestalten und schwarze Schafe egal ob auf AN- oder AG-Seite auf die einsame Weide schicken!

11.03.07

Werbung ist (auch) Liebe zum Detail...

Ich bin mit Leib und Seele Mediendesigner und auch meine Arbeit ist oft geprägt von Detailversessenheit - daher sitze ich oft Stunden an einem Quelltext, Layout oder einer Bildwelt, zoome ins 400-fache beim Maskieren hinein, obwohl man das hinterher im komprimierten JPG kaum noch wahrnehmen kann... Aber es befriedigt mich und auch den Kunden, der es zu schätzen weiß...

Auch beim Fernsehen lässt mich Werbung im Detail kaum los – wenn andere Pullerpause machen – ziehe ich mir interessiert die meisten Spots rein und kriege leider viel zu oft entweder Gähnattacken, Tobsuchtsanfälle, aber auch – was mir natürlich viel lieber ist – Bauchkribbeln und das Gefühl spontan "Wow" zu sagen...

So auch bei einem aktuellen TV-Spot vom Nissan Qashqai

Wie soll man die Eindrücke beschreiben, die man(n) da bekommt, sieht und hört? Einfach nur toll, spannend, genial, schön, präzise, harmonisch, ästhetisch, innovativ!

Ich habe so eine perfekte sprichwörtliche Punkt- bzw. Autolandung bei einer videotechnischen Verbindung von Aussage, Bild, Musik und Bewegung schon lange nicht mehr erlebt – zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, mit so glänzenden Augen wie gefesselt einem Werbespot zuzusehen, die Details zu bewundern und nach 40 Sekunden enttäuscht zu sein, dass die Superslomo-Skateboardreise schon vorbei ist!
Ich könnte da noch locker eine Direktors Cut-Version über 3 Minuten vertragen...

Auch nach mehrmaligem Hinsehen ist mir bisher keine Schwachstelle oder Ungereimtheit im Detail aufgefallen. Das ist Anspruch an Qualität und Arbeit, wie ich es selbst auch vertrete und versuche es zu praktizieren. Der Kern der Sache liegt sicher in der Liebe zum Beruf und zum eigenen Produkt!

Wenn ich mich hier und da in gestalterischen Details verliere, mache ich das bewusst unbewusst ohne auf die Uhr zu schauen oder meine stramme Kalkulation im Auge zu behalten. Für das Besondere und gewisse Etwas bringe ich "Opfer", um dem Einheitsbrei zu entkommen und den finanziellen Projekt(Daumen)schrauben trage ich mit Eigeninvestitionen wortwörtlich selbst Rechnung...

Um wieder zur Werbung zurückzukehren: Liebe deutsche HARRYBOOH, OOHTUUH und CHROMBACHER Agenturen: Spart an den Honoraren und bezahlt damit besser innovative und begabte Video- und Scriptautoren! Schaut Euch obiges (Lehr)Beispiel an und dann schämt Euch Eurer......langweiligen Promi-Ergebnisse...

17.02.07

GOOGLE - der findende Platz(ierungs)hirsch...

...ach was kann ich mich noch an Zeiten erinnern, da waren Suchmaschinen genau so interessant wie die Wasserstandsmeldungen beim Klassikradiosender zumindest was private und weniger kommerzielle Webangebote betraf…

Wer kennt heutzutage noch Metager oder Fireball – nein, dass sind wirklich nicht die ursprünglichen Namen von Metatags und Firefox – das waren Suchmaschinen, mit denen man damals noch rege "Kontakt" aufgenommen hat...

Mittlerweile setze nicht nur ich Google mit Microsoft gleich, was das Synonym für Internet und den Drang nach Beherrschung desselben angeht.

Schon in fast beängstigender Weise bestimmt Google heute nicht nur über den Bekanntheitsgrad, sondern auch maßgeblich über Erfolg und Misserfolg eines ambitionierten Unternehmens oder Dienstleisters online wie auch offline.

So gehört es jetzt schon fast zum businesstauglichen Ton dazu, die damaligen dreigeteilten Sparkassenslogans – mein Haus, meine Frau, meine Yacht – mit einer vierten wertvollen Position zu verknüpfen: – mein Haus, meine Frau, meine Yacht, mein Googlerank!

Wenn man als Dienstleister für Mediendesign Anfragen für Webprojekte erhält, fällt Google im gleichen Atemzug. Das Versprechen abzugeben, eine Mindestplatzierung auf der ersten Trefferseite mit zu garantieren ist schon fast Voraussetzung für den Erhalt des Auftrags! Hallo? Ging es nicht mal darum, das Internet als Riesen-Ebook anzunehmen und mit globalen Nutzwert zu erweitern?

Suchmaschineranking ist ein Geschäft geworden - ein schmutziges dazu wie ich finde! Keiner dieser geldgeilen Keywordmanipulanten kann im Grunde jeden Seite 1 bei Google versprechen - wer das glaubt, hat seine Mutter niemals nackt in der Badewanne gesehen!

Ich gebe zu, dass man Google nicht mehr ignorieren kann oder sollte, aber es reicht vollkommen aus, wenn man überhaupt über das Internet gefunden werden kann! Anspruch und Voraussetzung sollte trotz allem sein, dass es sich für nach Mehrwert und Information Suchende lohnt, gefunden, kontaktiert und "benutzt" werden.

In diesem Sinne und trotzdem ein ehrlich gemeintes: Happy Birthday Google zum 10.Geburtstag!

22.01.07

Die Quelle der Kirche im validen Dorf lassen – oder wie jetzt...

Gerade habe ich auf einer Seite gelesen, das man bei einer Überprüfung auf Validität in Shopsystemen wie XTCommerce ziemliche Haarausfälle und Pickel bekommt, wenn man sich während des Checks valide übers Gesicht hovert...

So gut und richtig ich es (manchmal) finde und auch versuche, als Webseitenbauer an entsprechender Stelle validen Code haben zu wollen und alle möglichen Browsermacken zu berücksichtigen, sollte man – statt sich an dieser scheinbar bei manchem Quellcodegurus zur Validitätssucht ausgeartenden Affinität unheilbar anzustecken – nicht übers (Einsatz)Ziel hinwegballern, sondern den Mehrwert, Nutzen und Aufwand im (Auftrags)Auge behalten.

Hauptsächlich geht es in Shopsytemen bzw. den Betreibern darum, Umsatz zu erzielen und den Kunden das zu bieten, was Sie geizgeil werden und sparen lässt, befriedigt glücklich macht und zum lustvollen Wieder-shoppen-kommen veranlasst. Keinen - weder Kunde noch Betreiber oder gar die WC3 - interessiert es dabei, wie es “unter der Browserhaube” aussieht, solange die Seite nicht zerpflückt angezeigt oder unbrauchbar ist, sondern funktional bleibt.

Kein mir bekannter (Online)Shop oder gar irgendeine Website mit Interaktivität oder Nutzwert kommt z.B. ohne Javascript aus. Theoretisch könnte ich meine standardmäßig ausgeschaltete Javascriptengine eingeschaltet lassen, denn irgendwann klicke ich entweder frustriert auf den immer wieder aufpoppenden "Zulassen"-Button, damit die Seite so funktioniert, wie es der Betreiber will, oder ich suche eine Alternative, die es wiederum aber so oft nicht gibt...

Mittlerweile ist das CSS dermaßen mutiert und aufgebläht, dass man selbst das kaum noch ohne eine eingeschaltete Javascriptsteuerung zu Gesicht bekommt, obwohl man ja wenigstens das Grundlayout inkl. Hintergrund-/Farbgebung und Typografie scriptfrei präsentieren könnte, wenn Herr Webdesigner es wollte...

Zurück zur Invalidendiskussion ...
Ich erarbeite mit externen Programmierern selbst auch Shops und meine, dass es primär wichtig(er) ist, heutzutage eher Websites und Shops in Szene zu setzen, die sich – abgesehen von einer nützlichen Info und Produktpalette – in Layout und Funktionalität von der Masse des meistens nüchtern und langweilig daherkommenden Standardtemplates abheben, als einem Perfektionisten-Drang nach sauberen Quellcode und Styles nachzukommen. Der Auftraggeber klopft mir nicht auf die Schulter, weil ich ihm – zumal ihm völlig als Nutzwert unbekannt – konformen Code verkaufe, sondern eine optisch ansprechende und funktionale Geldeinnahmequelle...

Wer guckt - außer dem TÜV und Co - bei Autos, Möbel oder Hometechnik in das konstruierte Innerere? Sicher (und) funktionieren muss es. Wer weiß ansonsten - geschweige denn validiert - was da nicht alles (un)konform und (un)korrekt zusammengeklebt und -gelötet sein könnte… Solange das Möbelstück die Garantiezeit hält, das getunte Auto schick ist und laut röhrt und der Player gebrannte (Urlaubs)DVD's ;-) vom Onkel abspielt, ist das alles in aller Regel egal, oder nicht?

Die Kirche steht übrigens bis heute im Dorf, nur halt das Dorf ist vielerorten drumherum zur Stadt mutiert…

31.12.06

Fritz - das hört man | guggemal - das liest man - oder auch nicht...

Mannomann, tatsächlich schon seit Juni diesen Jahres fristete meine damals spontan erworbene MovableType-Lizenz Ihr schlummerndes Festplattendasein. Ich wurde erst heute bei der Rückfahrt nach Berlin - und das einen Tag vorm Jahreswechsel - durch eine kurze aktive Teilnahme an einer Trackback-Fritz-Radio-Diskussion über den Sinn und Unsinn einer sich entwickelnden Weblogprofession und -kommerzialisierung an meine damalige Spaß-Am-Mitbloggen-Absicht erinnert. Aber diese Diskussion schaffte es, mich dazu zu bringen, meinen Blog hiermit zu eröffnen ... Zurück zur Radiodiskussion - Leider war die anscheinend gestörte Handyverbindung ein für die beiden gesponserten Profiweblogger und Radiofritzen willkommener Grund, mich nach nur einer Aussage gegen diese aufkommende Kommerzialisierung per Schieberegler freundlichst stummzuschalten. Wohingegen der nachfolgende Festnetz-Anrufer sichtlich von der propagierten Idee begeistert war, mit getippter urbaner Meinungsfreiheit Knete verdienen zu können und zur Belohnung dafür über dem Nachrichtenblock hinaus backstage in der Leitung bleiben durfte. Tztzzt...

An dieser Stelle möchte ich dazu aus der Ferne und mittlerweile unfallfrei angekommen abschließend ergänzen: Wer zwanglos Zeit und Spaß ins Bloggen investiert, wird sich keine Gedanken über Finanzen und Sponsoring machen. Ich finde es absurd, wenn sich Medienprofis dem Trend des Bloggens anschließen bzw. von Programmchefs dazu genötigt werden, über die investierte Kopf- und Tipp-Zeit jammern und am Besten diese über eine noch zu gründende Bloggergewerkschaft mit er(bloggten) Streiks bezahlt haben möchten.

Diese Art der Meinungsbildung und - äußerung ist erst durch Amateure hoffähig gemacht worden - ganz sicher ohne finanzielle Hinter- und Vordergedanken. Wo kommen wir da hin, dass jedes Hobby durch andere finanziert werden soll oder sollte. Apropos - dann zumindest könnte man für diese vielen professionellen (Werbe)Blogger eine Blogsteuer einführen, damit der ausgeMerkelte Staat auch was von hat.

Ich zitiere:

Ein Hobby ist im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse unterzieht...
(Auszug aus Wikipedia).
Na dann... einen guten Start ins neue Jahr an alle, die noch bloggen ohne zu loggen...